Ein Teleprompter löst den schlimmsten Teil des Sich-selbst-Filmens: die Aufnahme, die stirbt, weil dir der nächste Satz nicht einfällt. Dafür bekommst du ein neues Problem. Liest du ein Skript so vor, wie man ein Dokument vorliest, hört das jeder. Die Stimme wird flach, die Pausen verschwinden, und die Augen machen kleine Bewegungen, die die Kamera einfängt.
Nachrichtensprecher klingen am Prompter natürlich, weil sie die Mechanik geübt haben. Schwer ist an dieser Mechanik nichts. Hier ist sie, in der Reihenfolge, in der sie zählt.
Schreib ein Skript, das du sagen kannst
Die meisten hölzernen Aufnahmen waren schon hölzern geschrieben. Text fürs Auge hat lange Sätze und Wörter, die niemand am Tisch benutzt. Bevor du deinem Vortrag die Schuld gibst, lies das Skript einmal laut und schreib jede Stelle um, an der du gestolpert bist. Kurze Sätze. Die Wörter, die du wirklich benutzt.
Ein brauchbarer Test: Wenn ein Satz in der Mitte einen Atemzug braucht, sind es zwei Sätze.
Stell das Tempo auf deine Stimme ein, nicht auf deine Nerven
Normales Sprechen liegt bei etwa 140 bis 160 Wörtern pro Minute. Nervosität drückt aufs Tempo, und ein Prompter, der schnell scrollt, zieht dich mit, so entstehen die atemlosen Aufnahmen. Titros Teleprompter scrollt zwischen 60 und 260 Wörtern pro Minute, und du kannst das Tempo während der Aufnahme ändern oder pausieren. Stell es eine Stufe langsamer ein, als sich richtig anfühlt, und lass das Scrollen dir folgen.
| Wörter pro Minute | So klingt es |
|---|---|
| 120 | Ruhig und überlegt. Tutorials, ernste Themen. |
| 140–160 | Normales Gespräch. Der Standard vor der Kamera. |
| 180 | Energisch. Funktioniert in kurzen Stücken, ermüdet nach einer Minute. |
| 200+ | Auktionator. Nur für Comedy. |
Leg das Skript dahin, wo deine Augen schon sind
Das Verräterische an schlechten Prompter-Videos sind die Augen, die irgendwo unter der Linse von links nach rechts wandern. Abstand löst das meiste davon: Halte das Handy auf Augenhöhe und mindestens eine Armlänge weg, dann wird die Augenbewegung über eine schmale Textspalte zu klein, um sie zu sehen. Titro scrollt das Skript in einem Panel nah an der Linse, mit einer Leselinie. Dein Blick bleibt da, wo der Zuschauer ihn vermutet: bei ihm.
Klinge wie ein Mensch
- Pausiere mit Absicht. Beende einen Gedanken, lass ihn stehen, mach weiter. Läuft das Scrollen davon, drück auf Pause; dafür ist der Knopf da.
- Betone die Verben. Vorlesen macht die Betonung platt, also leg sie zurück auf die Wörter, die den Satz tragen.
- Lächle, bevor der Countdown abläuft. Der erste Satz kommt wärmer an, und ein Lächeln hört man sogar, wenn nur der Oberkörper im Bild ist.
- Nimm die erste Aufnahme als Aufwärmen. Die zweite ist fast immer die, die bleibt, weil das halbe Skript dann schon im Kopf ist.
Wenn du dich verliest
Pausieren, zurückscrollen, weitermachen. Nur die Aufnahme, die du hochlädst, verbraucht Plan-Minuten. Und ein kleiner Versprecher ist oft schneller drin gelassen und hinterher im Editor korrigiert, wo die Untertitel ohnehin deinem Skript entsprechen.
So geht es in Titro
- 1
Skript schreiben
Direkt auf dem Aufnahme-Bildschirm, auf Deutsch, Englisch oder Albanisch. Schreib es gesprochen: Lies es einmal laut und korrigiere, was dich stolpern lässt.
- 2
Tempo einstellen
Wähle ein Tempo in Wörtern pro Minute, von 60 bis 260. Fang langsamer an, als sich natürlich anfühlt; anpassen und pausieren geht mitten in der Aufnahme.
- 3
Aufnehmen
Ein Countdown, dann scrollt das Skript in einem Panel nah an der Frontkamera, mit Leselinie. Hochkant oder quer. Am Ende des Skripts stoppt die Aufnahme von selbst.
- 4
Exportieren, mit schon richtigen Untertiteln
Die Untertitel kommen Wort für Wort aus deinem Skript, getimt auf deine Stimme. Es gibt keine Transkription, also sind Namen und Fachbegriffe genau so geschrieben, wie du sie geschrieben hast. Stil wählen und exportieren.
Der Prompter nimmt dir das Vergessen, die Mechanik oben nimmt dir die Vorlese-Stimme, und die Untertitel fallen aus derselben Aufnahme heraus. Probier es mit deinem nächsten Video mit Skript. Das erste ist gratis.